Hilfe gegen Stottern

Vortrag Identifkation - Stottern im Alltag

Vortrag Identifkation - Stottern im AlltagAm letzten Montag hat Ronald uns einen interessanten Vortrag zum Thema "Stottern Identifikation - Stottern im Alltag" vorgetragen. Zum Thema Identifikation hatte er die Definition erklärt, dass Identifikation eigentlich Selbstidentifikation heißen müsste sowie das sehr wichtige Thema Akzeptanz des eigenen Ichs, bzw. des eigenen Stotterns.

Im zweiten Teil hat Ronald erläutert,. was Stottern für ihn im Alltag bedeutet. Was ist Stottern, was sind die Ursachen von Stottern und Stottern in der Gesellschaft wurden angesprochen. Immer wieder hat Ronald uns durch Fragen aktiv zum Mitarbeiten angeregt. Es entstand eine interessante Diskussion als folgende Fragen aufkamen:

Ist Stottern eine Behinderung? 

Ist Stottern eine Krankheit?

Ist Stottern heilbar?

Abgeschlossen hat Ronald seinen Vortrag mit seinen persönlichen Tipps für ein besseres Sprechen, bzw. einen besseren Umgang mit dem eigenen Stottern.

Vielen Dank Ronald!


 

Göppingen Stotterer Selbsthilfe 2010Die Termine 2010 sind online! Sicher ist für Dich auch etwas dabei. Wir freuen uns sehr, wenn Du zu dem Gruppenabend der Stotterer-Selbsthilfe in Göppingen kommst. Neue und interessierte Personen sind immer herzlich willkommen!


Erfahrungsbericht: Ich und mein Stottern

Mein Name ist Goran und ich bin 37 Jahre alt. Ich stottere mal mehr, mal weniger seit meinem dritten bis vierten Lebensjahr.

Mein Stottern tritt stärker auf, wenn ich angespannt, müde, krank oder angeschlagen bin. Auch einige Reaktionen aus meinem Umfeld haben sich ungünstig auf mein Stottern ausgewirkt. Beispielsweise "Rede doch normal! Du kannst doch normal reden!" oder "Was ist denn jetzt schon wieder los?! Du kriegst ja kein Wort raus!". Auch ist man aus dem Raum gegangen als ich anfing zu stottern und man hat mich allein gelassen.

Ab und zu gehe ich in die Stotterer-Selbsthilfegruppe, die sich Montags um 19:30 Uhr im Bürgerhaus Göppingen zweiwöchig triftt. Heute kann ich besser akzeptieren, das ich stotterere.

Besser gestottert als geschwiegen!

 


 

TV-Tipp: Stottern unter Jugendlichen

Jugendliche Stotterer - ZDF ReportageAm 12. Januar zeigte das ZDF eine Reportage über die Therapie von jugendlichen Stotteren. Die Reportage zeigte einige Jugendliche Stotterer, die sich auf eine dreiwöchige Intensivtherapie begeben hatten. Es wurden das Stottern vor und nach der Therapie gezeigt. Meiner Meinung nach ein sehr interessanter Film.

Die Sendung 37 Grad  könnt Ihr Euch noch in der Mediathek vom ZDF anschauen:

Vom Glück zu Sprechen. 37 Grad Reportage über jugendliche Stotterer



Kommunikationsseminar im Bürgerhaus Göpppingen mit Wolfgang Klein

Am 12. Oktober besuchte uns der Schauspieler, Sprecher, Moderator, Regisseur und Kommunikationsprofi Wolfgang Klein aus Göppingen.

Der Gründer des Instituts für Persönlichkeits-Kultur und Lebens-Kompetenz ging direkt auf unsere Wünsche, Schwächen und Stärken ein. Er versteht es seinen Vortrag individuell an jeden einzelnen anzupassen.

In einer kurzen Zeit haben wir sehr viel über uns, unser Sprechen und Tipps zu einer besseren Kommunikation gelernt. Es war ein sehr interessanter Abend für unsere Gruppe.

Teil 2 des Seminars findet am 26.Oktober und Teil 3 am 09. November 2009 statt.

Gerne dürfen auch Interessierte daran teilnehmen! Der Eintritt ist wie immer frei!

Weitere infos: www.kreativklein.de, www.gespraechs-kultur.de

Selbsthilfegruppe Stottern im Bürgerhaus Göppingen mit Wolfgang Klein

Selbsthilfegruppe mit Stand auf der Gartenschau "Sommer-Blüten-Träume" in Rechberghausen

Gartenschau Rechberghausen Sommer Blüten Träume
Gartenschau in Rechberghausen - Sommer Blüten Träume

Stotterer auf der Gartenschau Rechberghausen
Christian, Soni und Goran - Stotterer auf der Gartenschau

Gartenschau Rechberghausen Landrat Edgar Wolff Bürgermeister Reiner Ruf,VdK Geschaeftsfuehrer Hans-Josef Hotz
Bürgermeister Reiner Ruf, Landrat Edgar Wolff, VdK Geschäftsführer Hans-Josef Hotz, Stotterer Selbsthilfegruppe Göppingen Christian Ludger

Am 29.08.2009 wurde vom VdK ein Aktionstag für Menschen mit und ohne Behinderung auf der Gartenschau "Sommer-Blüten-Träume" in Rechberghausen, in der Nähe von Göppingen, veranstaltet.

Einige Selbsthilfegruppen, Interessensverbände und Aussteller waren auf dem Ausstellungsgelände der Gartenschau vertreten.

Ein buntes Rahmenprogramm mit vielen interessanten Vorstellungen rundete das Programm ab.

Auch die Selbshilfegruppe für Stotternde Menschen in Göppingen war vertreten. Viele Faltblätter zum Thema Stottern , Informationsbroschüren und Informationen zur Gruppe wurden an die interessierten Besucher verteilt.

Stottern behindert - aber nur beim sprechen: Aktion Grundgesetz

Christian, Soni und Goran waren in Rechberghausen.

Der Bürgermeister von Rechberhausen Reiner Ruf, der Landrat des Kreises Göppingen Herr Edgar Wolff und der Geschäftsführer des VdK Baden Württemberg Herr Hans-Josef Hotz besuchten interessiert den Stand unserer Gruppe.

Der Landrat und der Bürgermeister lobten einstimmig die guten Informationsmaterialen. Wir haben diese von der Geschäftstelle in Köln und vom Landesverband der Stotterer-Selbsthilfe Baden-Württemberg erhalten.

Gut angekommen ist auch das Plakat der Aktion Grundgesetz: "Stottern behindert, aber nur beim Sprechen".


Flüssiger Sprechen - Weniger Stottern

Im Gruppenabend haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie jeder persönlich sein Stottern, bzw. sein flüssiges Sprechen verbessern kann. Dabei hat jeder seine Strategien und Hilfen gegen sein Stottern vorgebracht.

Hier sind einige mögliche Lösungsansätze gegen Stottern:

  • Ausreichend Schlaf - einigen Stotterern aus der Selbsthilfegruppe ist aufgefallen, dass sie schlechter sprechen, wenn sie nicht genügend geschlafen haben.
  • Wenn ich als Stotterer betont spreche, also gezielt die Vokale in meiner Sprechweise betone, dann spreche ich automatisch langsamer, ruhiger und für den Gesprächspartner deutlicher.
  • Sobald ich offen über mein Stottern spreche, spreche ich automatisch flüssiger. Die Scham und damit der innere Druck bzw. Stress wird dadurch geringer.
  • Richtig schlecht spreche ich, wenn ich auf einer Party war, viel getrunken und wenig geschlafen habe. Die Kombination von viel Alkohol und wenig Schlaf ist sehr schlecht für mein Stottern.
  • Ruhige und geduldige Gesprächspartner fördern flüssiges Sprechen. Ist der Gesprächspartner allerdings hektisch, ungeduldig und nervös, dann wirkt sich das auch auf mein Stottern aus. Wenn möglich spreche ich daher meinen Gesprächspartner darauf an, oder ich versuche selbst trotzdem ruhig und ausgeglichen zu sein. Das wirkt sich dann meistens auch auf den Gesprächspartner beruhigend aus.
  • Eigener Stress verschlechtert das Stottern. Mein Ziel ist es Stress zu vermeiden und Ruhe und Ausgeglichenheit auszustrahlen. Die Arbeitsweisen im Beruf, meine Gewohnheiten im täglichen Leben, meine Frusttoleranz kann ich so ändern, dass ich in meinem Leben weniger Stress habe. Es ist immer die Frage, wie ich selber auf die Reize von außen reagiere. Ich kann nicht immer Stresssituation vermeiden, aber ich kann meine Antwort, mein Verhalten auf diese Stresssituation ändern.
  • Wenn ich langsamer spreche und bewusst Pausen machen, ist mein Stottern weniger ausgeprägt.
  • In einer Therapie gelernte Techniken und Sprechweisen konsequent durchzuführen verbessert mein Stottern enorm. Das Problem ist allerdings die Umsetzung im Alltag. - Hier ist ein großes Potential sein Stottern zu vermindern.
  • In aufregenden Situationen achte ich auf meine Atmung. Wenn ich mich verkrampft habe, einen Stotterblock habe, atme ich im Idealfall komplett aus, komme zur Ruhe und atme ruhig wieder ein. Dann beginne ich am höchsten Punkt der Einatmung mit dem Sprechen.
  • Mit einem Lächeln auf dem Gesicht bekomme ich eine positive Grundeinstellung. Dann sehe ich mein Stottern nicht mehr so eng und ärgere mich weniger. In der Folge spreche ich insgesamt flüssiger.
  • Wenn ich zu viele Gedanken auf einmal habe, dann verrenne ich mich manchmal im Gespräch. In solchen Situationen macht es Sinn, mir vor dem Sprecheinsatz genauer zu überlegen, was ich eigentlich sagen möchte. Dann stottere ich auch weniger.
  • Bei einigen Stotterern helfen technische Geräte, wie z.B. ein  DAF/FAF Verzögerer. In schwierigen Situationen macht es bei schweren Stotterern dann durchaus Sinn diese Geräte zu verwenden um mein Stottern zu verbessern. Man braucht auch den Mut, das Gerät in diesen Situationen zu verwenden.
  • Sport, vorallem Ausdauersport wie Joggen, Radfahren, Walking helfen Stress abzubauen und damit nach dem Sport entspanner zu sein. Dann fällt mir das Sprechen auch leichter.


Stotterstudie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Christian von der Selbsthilfegruppe für Stotternde Menschen Göppingen nimmt an einer Studie zur Erforschung der Wirksamkeit von elektronischen Hilfen bei Stottern teil. Durchgeführt wird die Studie von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Der Titel der Studie lautet: „Technisch unterstützte Reduktion des Stotterns (TURS):

Einfluss modifizierter, akustischer Rückmeldung auf den Schweregrad des Stotterns, auf die Ausprägung der Kernsymptomatik und auf die Sprechgeschwindigkeit in freiem und strukturiertem Sprachgebrauch.“

Dabei wird ein kleines Gerät benutzt. Das Gerät wird an ein Mikrofon und einen Kopfhörer angeschlossen. Der Stotterer hört mit dem Gerät seine eigene Stimme zeitlich verzögert (einige ms) (DAF- Delayed Auditory Feedback) und auch in der Tonhöhe verändert (FAF Frequency-Shifting Auditory Feedback)  Die Tonhöhe ist entweder niedriger oder höher als die eigene Stimme. Weiterhin besteht die Möglichkeit die eigene Sprache völlig auszublenden. Dabei wird in beide Ohren ein Grundrauschen eingespielt, sodaß der Stotterer sich nicht mehr über die Ohren wahrnimmt.

Weitere Infos:Hersteller VoiceAmp (Auf Englisch), Homepage der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Stotter Studie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg
Alan Falck (VoiceAmp MD), Prof. Glück PH Heidelberg, Christian, Julia Unger PH Heidelberg


Stottern und Telefonieren

Für Stotterer ist das Telefonieren manchmal besonders schwer. Daher haben wir in unserer Selbsthilfegruppe für Stotternde Menschen Göppingen das Thema Stottern und Telefonieren zum Thema gemacht. Herausgekommen ist dabei ein Arbeitsblatt, das auch gerne in anderen Stotterer-Selbsthilfegruppen oder in der Sprachtherapie verwendet werden darf!

Hier geht es zum Arbeitsblatt.


Musiktherapie mit Dorit Schradi

Atem, Stimme und Körper konnten wir bei diesem wirklich tollen Abend im Bürgerhaus Göppingen mit der Musiktherapeuthin Dorit Schradi erfahren.

Gemeinsames Singen stärkt die sozialen Bindungen. Gerade das Singen ist eines der wirksamsten MIttel um das Gehirn zur Ausschüttung glücksfördernder Hormone zu bewegen. Das konnte die Gruppe selbst schnell spüren. Mit Hilfe der professionellen Einweisung und musikalischen Unterstützung von Dorit Schradi hatten wir schnell die positive Stimmung in uns aufgenommen.

Trotz des schlechten Wetters sind wir dann singend und pfeifend nach Hause gegangen! Danke Dorit! Danke Goran für die Vermittlung des Kontakts.

Dorit Schradi bei der Selbshilfegruppe für Stotternde Menschen Göppingen im Bürgerhaus


Programm 2009 Online

Die neuen Termine für 2009 sind online! Interessierte, Stotterer und auch Nichtstotterer sind immer herzlich willkommen!

Hier geht es zum Programm.


Bewerbungstraining für Stotterer

Stotterer haben es bei Bewerbungen besonders schwer. Daher hat die Selbsthilfegruppe für Stotternde Menschen Göppingen in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Stotterer-Selbsthilfe am 10. Januar 2009 ein Bewerbungstraining für Stotterer im Bürgerhaus Göppingen durchgeführt.

Bewerbungstraining für Stotterer

Hier geht es zum Bericht "Bewerbungstraining für Stotterer".


Stotterer Selbsthilfegruppe in der Stauferstadt Göppingen

Die Selbsthilfegruppe für Stotternde Menschen Göppingen
Ist eine von über 80 Selbsthilfegruppen stotternder Erwachsener und Jugendlicher in der Bundesrepublik.

Wir treffen uns, um durch Erfahrungsaustausch zu einem freien und selbstbewussten Umgang mit dem eigenen Stottern zu gelangen.

Unser Ziel ist es unser Sprechen zu verbessern und daher aktiv an unserem Stottern zu arbeiten.

Denn nicht das gestörte Sprechen ist das größte Problem, sondern vielmehr die innere Einstellung, mit der ein Stotterer seinem Stottern gegenüber steht und die sein ganzes Leben bestimmt.



Wir verdrängen das eigene Stottern nicht mehr, sondern setzen uns damit auseinander, um es objektiver betrachten zu können. Darauf aufbauend wollen wir unsere Sprechängste abbauen, die Kontaktfähigkeit erhöhen und schließlich eine fließende Sprechweise erreichen.

Die Gruppe existiert seit Februar 1996. Seit 1998 haben wir uns dem "Förderverein für Sprachbehinderte und hörgeschädigte Kinder und Jugendliche Göppingen e.V." als Stammverein angeschlossen.

Unsere Aktivitäten:

  • Erfahrungs- und Informationsaustausch
  • Beschaffung von Informationen (Referate, Videos, Literatur, Fernsehaufzeichnungen, ...)
  • Lockere Gespräche in geselliger Runde, Diskussionen und Erfahrungsaustausch
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Übungen aus Therapien
  • Gemeinsame Unternehmungen außerhalb der 14-tägigen Treffen
  • Teilnahme an Therapieseminaren
  • Teilnahme an Treffen der Bundesvereinigung der Selbsthilfegruppen
  • Einladung von Referenten in einem größeren (öffentlichen) Rahmen



Ansprechpartner:

Christian Ludger

Wolfstrasse 6, 73033 Göppingen

info@stottern-goeppingen.de

Tel.  07161 240352