Nein, nicht trotz Stottern ein Radio Interview geben, sonden wegen dem Stottern! Am 1. Juli nahm Christian an einem Radio-Interview beim WDR teil. Thema war der Lee-Effekt. Wenn einem normalen Menschen die eigene Sprache über Kopfhörer verzögert zurückgekoppelt wird, so führt dies beim Normalsprecher in der Regel zu einem Problem: er bleibt öfters hängen, die Sprache verlangsamt sich.
Beim Stotterer hingegen führt die akustische Rückkopplung oft zu einer Verbesserung des Redeflußes. Im Rahmen des Forschungsprojekts "Technisch unterstütztes Redukutions des Stotterns (TURS)" der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat Christian als Testperson mitgemacht. Das Projekt wird von Julia Unger durchgeführt. Untersucht wird der Einfluß von Frequenz- und Zeitverzögerten Rückmeldungen auf das Stottern (DAF-Effekt).
Im Radiointerview hat Christian seine Erfahrungen mit einer elektronischen Sprechhilfe erläutert. Im Interview angewendet, hatte er sehr gute Ergebnisse. Sein Stottern war während des Interviews so gut wie weg. Leider funktioniert die elektronische Sprechhilfe nicht immer zuverlässig in jeder Situation. Es führt häufig zu einer Vebesserung, jedoch fast genauso häufig stellt sich keine Verbesserung ein. Wie beim Stottern üblich ist der Erfolg sehr stark abhängig von der Situation.
Die Stotterer-Selbsthilfe NRW e.V. hat zusammen mit der Signal Iduna IKK das sehr gute Stotterer Buch "An einen Stotterer" vertont. Gesprochen wird der Text von Andreas Bruckner, einem bekannten Schauspieler, der in seiner Jugend auch gestottert hatte.
Das Buch ist in der Stotterer-Selbsthilfe ein Klassiker. Alle Texte stammen von Stotterern für Stotterer.
Inhalt der CD:
Sag was oder fahr als Frachtgut. - Selbsthilfen zur Überwindung des Stotterns. - Die Überwindung der Angst und Anspannung beim Stottern - Die Veränderung: Möglichkeiten werden Wirklichkeit - Selbsthilfe nach erfolglosen Therapien - Was Du an Deinem Stottern tun kannst - Ein Stotterer an einen anderern - Bericht über eine Therapie - Richtlinien - Einige Vorschläge für Stotterer, die mühelos sprechen möchten - Fassen wir zusammen... Schlusswort - Outtakes.
Eine CD haben wir für unsere Gruppe erhalten. Sie kann beim nächsten Gruppentreffen ausgeliehen werden.
Vielen Dank an die Stotterer-Selbsthilfe NRW und Signal Iduna IKK.
Am letzten Montag hat Ronald uns einen interessanten Vortrag zum Thema "Stottern Identifikation - Stottern im Alltag" vorgetragen. Zum Thema Identifikation hatte er die Definition erklärt, dass Identifikation eigentlich Selbstidentifikation heißen müsste sowie das sehr wichtige Thema Akzeptanz des eigenen Ichs, bzw. des eigenen Stotterns.
Im zweiten Teil hat Ronald erläutert,. was Stottern für ihn im Alltag bedeutet. Was ist Stottern, was sind die Ursachen von Stottern und Stottern in der Gesellschaft wurden angesprochen. Immer wieder hat Ronald uns durch Fragen aktiv zum Mitarbeiten angeregt. Es entstand eine interessante Diskussion als folgende Fragen aufkamen:
Ist Stottern eine Behinderung?
Ist Stottern eine Krankheit?
Ist Stottern heilbar?
Abgeschlossen hat Ronald seinen Vortrag mit seinen persönlichen Tipps für ein besseres Sprechen, bzw. einen besseren Umgang mit dem eigenen Stottern.
Vielen Dank Ronald!
Die Termine 2010 sind online! Sicher ist für Dich auch etwas dabei. Wir freuen uns sehr, wenn Du zu dem Gruppenabend der Stotterer-Selbsthilfe in Göppingen kommst. Neue und interessierte Personen sind immer herzlich willkommen!
Mein Name ist Goran und ich bin 37 Jahre alt. Ich stottere mal mehr, mal weniger seit meinem dritten bis vierten Lebensjahr.
Mein Stottern tritt stärker auf, wenn ich angespannt, müde, krank oder angeschlagen bin. Auch einige Reaktionen aus meinem Umfeld haben sich ungünstig auf mein Stottern ausgewirkt. Beispielsweise "Rede doch normal! Du kannst doch normal reden!" oder "Was ist denn jetzt schon wieder los?! Du kriegst ja kein Wort raus!". Auch ist man aus dem Raum gegangen als ich anfing zu stottern und man hat mich allein gelassen.
Ab und zu gehe ich in die Stotterer-Selbsthilfegruppe, die sich Montags um 19:30 Uhr im Bürgerhaus Göppingen zweiwöchig triftt. Heute kann ich besser akzeptieren, das ich stotterere.
Besser gestottert als geschwiegen!
Am 12. Januar zeigte das ZDF eine Reportage über die Therapie von jugendlichen Stotteren. Die Reportage zeigte einige Jugendliche Stotterer, die sich auf eine dreiwöchige Intensivtherapie begeben hatten. Es wurden das Stottern vor und nach der Therapie gezeigt. Meiner Meinung nach ein sehr interessanter Film.
Die Sendung 37 Grad könnt Ihr Euch noch in der Mediathek vom ZDF anschauen:
Vom Glück zu Sprechen. 37 Grad Reportage über jugendliche Stotterer
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Am 12. Oktober besuchte uns der Schauspieler, Sprecher, Moderator, Regisseur und Kommunikationsprofi Wolfgang Klein aus Göppingen. Der Gründer des Instituts für Persönlichkeits-Kultur und Lebens-Kompetenz ging direkt auf unsere Wünsche, Schwächen und Stärken ein. Er versteht es seinen Vortrag individuell an jeden einzelnen anzupassen. In einer kurzen Zeit haben wir sehr viel über uns, unser Sprechen und Tipps zu einer besseren Kommunikation gelernt. Es war ein sehr interessanter Abend für unsere Gruppe. Teil 2 des Seminars findet am 26.Oktober und Teil 3 am 09. November 2009 statt. Gerne dürfen auch Interessierte daran teilnehmen! Der Eintritt ist wie immer frei! Weitere infos: www.kreativklein.de, www.gespraechs-kultur.de |
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Am 29.08.2009 wurde vom VdK ein Aktionstag für Menschen mit und ohne Behinderung auf der Gartenschau "Sommer-Blüten-Träume" in Rechberghausen, in der Nähe von Göppingen, veranstaltet. Einige Selbsthilfegruppen, Interessensverbände und Aussteller waren auf dem Ausstellungsgelände der Gartenschau vertreten. Ein buntes Rahmenprogramm mit vielen interessanten Vorstellungen rundete das Programm ab. Auch die Selbshilfegruppe für Stotternde Menschen in Göppingen war vertreten. Viele Faltblätter zum Thema Stottern , Informationsbroschüren und Informationen zur Gruppe wurden an die interessierten Besucher verteilt.
Christian, Soni und Goran waren in Rechberghausen. Der Bürgermeister von Rechberhausen Reiner Ruf, der Landrat des Kreises Göppingen Herr Edgar Wolff und der Geschäftsführer des VdK Baden Württemberg Herr Hans-Josef Hotz besuchten interessiert den Stand unserer Gruppe. Der Landrat und der Bürgermeister lobten einstimmig die guten Informationsmaterialen. Wir haben diese von der Geschäftstelle in Köln und vom Landesverband der Stotterer-Selbsthilfe Baden-Württemberg erhalten. Gut angekommen ist auch das Plakat der Aktion Grundgesetz: "Stottern behindert, aber nur beim Sprechen". |
Im Gruppenabend haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie jeder persönlich sein Stottern, bzw. sein flüssiges Sprechen verbessern kann. Dabei hat jeder seine Strategien und Hilfen gegen sein Stottern vorgebracht.
Hier sind einige mögliche Lösungsansätze gegen Stottern:
Christian von der Selbsthilfegruppe für Stotternde Menschen Göppingen nimmt an einer Studie zur Erforschung der Wirksamkeit von elektronischen Hilfen bei Stottern teil. Durchgeführt wird die Studie von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Der Titel der Studie lautet: „Technisch unterstützte Reduktion des Stotterns (TURS):
Einfluss modifizierter, akustischer Rückmeldung auf den Schweregrad des Stotterns, auf die Ausprägung der Kernsymptomatik und auf die Sprechgeschwindigkeit in freiem und strukturiertem Sprachgebrauch.“
Dabei wird ein kleines Gerät benutzt. Das Gerät wird an ein Mikrofon und einen Kopfhörer angeschlossen. Der Stotterer hört mit dem Gerät seine eigene Stimme zeitlich verzögert (einige ms) (DAF- Delayed Auditory Feedback) und auch in der Tonhöhe verändert (FAF Frequency-Shifting Auditory Feedback) Die Tonhöhe ist entweder niedriger oder höher als die eigene Stimme. Weiterhin besteht die Möglichkeit die eigene Sprache völlig auszublenden. Dabei wird in beide Ohren ein Grundrauschen eingespielt, sodaß der Stotterer sich nicht mehr über die Ohren wahrnimmt.
Weitere Infos:Hersteller VoiceAmp (Auf Englisch), Homepage der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Alan Falck (VoiceAmp MD), Prof. Glück PH Heidelberg, Christian, Julia Unger PH Heidelberg
Für Stotterer ist das Telefonieren manchmal besonders schwer. Daher haben wir in unserer Selbsthilfegruppe für Stotternde Menschen Göppingen das Thema Stottern und Telefonieren zum Thema gemacht. Herausgekommen ist dabei ein Arbeitsblatt, das auch gerne in anderen Stotterer-Selbsthilfegruppen oder in der Sprachtherapie verwendet werden darf!
Hier geht es zum Arbeitsblatt.
Atem, Stimme und Körper konnten wir bei diesem wirklich tollen Abend im Bürgerhaus Göppingen mit der Musiktherapeuthin Dorit Schradi erfahren.
Gemeinsames Singen stärkt die sozialen Bindungen. Gerade das Singen ist eines der wirksamsten MIttel um das Gehirn zur Ausschüttung glücksfördernder Hormone zu bewegen. Das konnte die Gruppe selbst schnell spüren. Mit Hilfe der professionellen Einweisung und musikalischen Unterstützung von Dorit Schradi hatten wir schnell die positive Stimmung in uns aufgenommen.
Trotz des schlechten Wetters sind wir dann singend und pfeifend nach Hause gegangen! Danke Dorit! Danke Goran für die Vermittlung des Kontakts.

Die neuen Termine für 2009 sind online! Interessierte, Stotterer und auch Nichtstotterer sind immer herzlich willkommen!
Stotterer haben es bei Bewerbungen besonders schwer. Daher hat die Selbsthilfegruppe für Stotternde Menschen Göppingen in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Stotterer-Selbsthilfe am 10. Januar 2009 ein Bewerbungstraining für Stotterer im Bürgerhaus Göppingen durchgeführt.
Hier geht es zum Bericht "Bewerbungstraining für Stotterer".
Die Selbsthilfegruppe für Stotternde Menschen Göppingen
Ist eine von über 80 Selbsthilfegruppen stotternder Erwachsener und Jugendlicher in der Bundesrepublik.
Wir treffen uns, um durch Erfahrungsaustausch zu einem freien und selbstbewussten Umgang mit dem eigenen Stottern zu gelangen.
Unser Ziel ist es unser Sprechen zu verbessern und daher aktiv an unserem Stottern zu arbeiten.
Denn nicht das gestörte Sprechen ist das größte Problem, sondern vielmehr die innere Einstellung, mit der ein Stotterer seinem Stottern gegenüber steht und die sein ganzes Leben bestimmt.
Wir verdrängen das eigene Stottern nicht mehr, sondern setzen uns damit auseinander, um es objektiver betrachten zu können. Darauf aufbauend wollen wir unsere Sprechängste abbauen, die Kontaktfähigkeit erhöhen und schließlich eine fließende Sprechweise erreichen.
Die Gruppe existiert seit Februar 1996. Seit 1998 haben wir uns dem "Förderverein für Sprachbehinderte und hörgeschädigte Kinder und Jugendliche Göppingen e.V." als Stammverein angeschlossen.
Unsere Aktivitäten:

Ansprechpartner:
Christian Ludger
Wolfstrasse 6, 73033 Göppingen
info@stottern-goeppingen.de
Tel.